Personalberatung, Headhunting & Executive Search

Es gibt einige Begriffe im Recruiting wie z.B. des des „Headhunting“, deren Bedeutung oftmals unklar ist, die verwechselt werden oder die sogar das Gleiche bedeuten. Wir möchten etwas Licht ins Dunkel bringen!

Die Termini „Personalberatung“, „Headhunting“ und „Executive Search“ werden häufig nicht ganz korrekt und synonym verwendet. Grundsätzlich beschreiben sie alle im Kern das Gleiche: Die Suche und Auswahl qualifizierter und oft sehr spezialisierter Fach- und Führungskräfte im Auftrag von Unternehmen durch einen externen Personalberater, Headhunter oder Executive Search Berater. Das Ziel der Arbeitgeber, geeignete Kandidaten zu gewinnen, erfolgt in der Regel über passive Recruiting-Kanäle (Stellenanzeigen on- und offline). Aufgrund des kontinuierlich steigenden Fachkräftebedarfs und sinkenden Response-Raten auf Stellenanzeigen, wird diese Methode gern auch als Methode „Post & Pray“ tituliert. Bleibt dieser Rekrutierungskanal erfolglos oder möchte der Arbeitgeber seinen Bedarf nicht offen am Markt kommunizieren, erfolgt die Stellenbesetzung in der Regel immer durch einen Personalberater, Headhunter oder Executive Search Berater.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Im Unterschied zur anzeigengestützten Personalsuche gehen Personalberater, Headhunter und Executive Search Berater gezielt und aktiv auf die Suche. Im sogenannten Direct Search (vgl. „Direktsuche“) werden die besten Mitarbeiter direkt aktiv (Direktansprache) angesprochen (per Telefon, E-Mail, selten auch per Brief), um diese für einen Unternehmenswechsel zu motivieren und zu qualifizieren. Dies ist es auch was den Einsatz von Personalberatern und Headhuntern für viele Unternehmen so attraktiv macht: Über das gezielte Abwerben der besten Mitarbeiter, oft konkurrierender Firmen, wird direkt Einfluss auf die Qualität und Gewinnung der richtigen Mitarbeiter genommen und der Aufwand im Bewerbermanagement wird an den Dienstleister ausgelagert.

Die Honorare von Personaldienstleistern bemessen sich in der Regel am Jahreszielgehalt der vermittelten Kandidaten. Je nach Umfang und Schwierigkeitsgrad der Suche (Karrierestufe, Technologie, Branche, Land, Region) werden Honorarsätze zwischen 20% und 30% vereinbart. Auch gehaltsunabhängige Fest- oder Mindesthonorare, z.B. bei (IT)-Spezialistensuchen sind nicht unüblich. Im Executive Search für Top-Führungskräfte sind Honorarsätze über 30% verbreitet.

Es gibt einige Feinheiten bzgl. der verschiedenen Begrifflichkeiten:

Personalberatung:

Eine Personalberatung bietet häufig neben Ihrem Schwerpunkt, der Suche von hochqualifizierten Fach- und Führungskräften noch weitere Dienstleitungen an: die Konzeption und Abwicklung von Mitarbeiterbeurteilungsmaßnahmen, die Begleitung von Organisations- und Personalentwicklungsmaßnahmen, Vergütungsberatung, Personalmarketing sowie strategische und konzeptionelle Fragestellungen im Bereich Human Resources. Auch im Lichte dessen, dass die Wachstumstreiber der Personalberatungsbranche (siehe „Facts & Figures zum Beratermarkt 2016/2017“, die der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater – BDU -) die Suche von Fach-und Führungskräften darstellt (und über 90 % des Branchenumsatzes auf diesem Gebiet erzielt wird), wird der Terminus häufig synonym (und verengend) für dieses Dienstleistungssegment verwendet. Weitere Informationen und Empfehlungen zum Auswahlprozess eines passenden Personalberaters gibt es hier.

Headhunting:

Die Übersetzung des aus dem englischen Sprachraum stammenden Begriffs „Headhunter“ lautet im wörtlichen Sinne „Kopfjäger“. Der Begriff bezeichnet die Suche nach Fach- und Führungskräften in der Regel mittels der Direktansprache (Direct Search). Also die sehr gezielte „Jagd“ nach ganz bestimmten, meist sehr qualifizierten Personen, zum Ziel, diese für eine berufliche Veränderung zu einem Auftraggeber zu gewinnen.

Executive Search:

Der Begriff „Executive“ impliziert bereits, dass es sich hierbei ausschließlich um die Besetzung von Führungspositionen handelt, zumindest im ursprünglichen Sinne. Unternehmen beauftragen hierfür häufig Executive Search Berater, um von deren Markt-Expertise und Netzwerken zu profitieren. Mittlerweile jedoch hat sich diese anfangs rein elitäre Suche für Top-Führungskräfte stark ausgeweitet, längst werden unter dem Begriff Executive-Search nicht mehr nur die erste Führungsebene gesucht.